Leider haben wir auch bei der Ausfahrt aus Santa Barbara kein Glück mit dem Wetter. Es ist immer noch neblig. Deshalb nichts wie weg von hier.
Der San Marcos Pass bringt uns ein Stückchen ins Landesinnere. Abenteuerlich ist die Fahrt auf jeden Fall. Bei einigermaßen dichtem Nebel geht es bald links, bald rechts, bald links, bald rechts. Manchmal auch mehreres bzw. alles auf einmal. Die einheimischen Autofahrer kennen hier wahrscheinlich jede Kurve. Sie empfinden uns garantiert als lästiges Verkehrshindernis.
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Los Olivos |
Die Straße führt nun durch das Santa Ynez Valley. Ein fruchtbares Tal mit idyllischen Eichen, Obstgärten, Windräder, grasenden Pferden, idyllische Scheunen und Weinkellereien. Diese Beschreibung stammt aus einem Reiseführer. Wir sehen von allem leider nichts, da immer noch dieser seltsame Nebel rumhängt. Auch ein Zwischenstop am Lake Cachuma nützt nichts, der Nebel bleibt hartnäckig.
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Solvang |
Bald erreichen wir Los Olivos. Ein kleines verschlafenes, aber prächtig herausgeputztes Nest im Western-Stil. Wir spazieren die Hauptstraße einmal nach oben, einmal nach unten, schon haben wir alles gesehen.
Weiter geht's nach Solvang, oder besser gesagt: Dänemark in Kalifornien. Solvang ist die perfekte Illusion eines dänischen Städtchens. Tatsächlich leben hier überwiegend dänische Abkömmlinge. Windmühlen, Mühlräder, Fachwerkhäuser, dänische Trachten und Schriften, alles passt zusammen. Manchmal finden sich auch holländische Anleihen (Holzschuhe) und deutsche Importe (Biergarten). So genau geht's dann doch nicht.
Beergarden + JADGWURST
Nein - ich habe mich bei der Überschrift nicht verschrieben. Das Wort 'Beergarden' prangt an einem Haus und wirbt damit für das entsprechende Lokal.
Die falsch geschriebene Jagdwurst entdecken wir in einem deutsch-dänischen Delikatessengeschäft mit angeschlossenem Lokal.
Dort wird auch noch 'Löwensenf', Weißwurst, Schwarzwalder Schinken (mit a - nicht mit ä) verkauft.
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Landstrasse im Santa Ynez Valley |
Nachdem sämtliche Bilder gemacht sind, kommt die Sonne hervor. Macht auch nichts. Dafür werden wir von der Landschaft verwöhnt, durch die wir jetzt fahren: weites blühendes, hügeliges, kitschiges Ranchland.
Am besten ist hier die Einfahrt auf den Highway. Von einer kleinen verwunschenen Landstraße kommend, geht's durch Linksabbiegen über die eine Highway-Spur drüber! Echt verrückt!
Danach geht's zur Mission "La Purisima", die bereits 1787 gegründet und 1812 von einem schrecklichen Erdbeben komplett zerstört wurde. Der Wiederaufbau erfolgte an der selben Stelle innerhalb kurzer Zeit. Heute stellt die Mission ein riesiges Museum dar. Man wandert von Raum zu Raum. Dort sind Gegenstände der damaligen Zeit ausgestellt und beschrieben. Viele Räume vermitteln den Eindruck, die damaligen Bewohner sind nur mal schnell in den angrenzenden Gemüsegarten gegangen! Das muss damals schon ein sehr einfaches Leben gewesen sein. Wieder einmal erkennen wir, wie verwöhnt wir doch sind. Da die beschreibenden Texte ausschließlich in englisch verfasst sind, haben wir beste Gelegenheit, uns für die restliche Reise zu rüsten.
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La Purisima |
Auf unserem weiteren Weg nach Norden kehren wir wieder an die Küste zurück. Ein neues Stück Highway Nr. 1 muss sich von uns befahren lassen. Vorbei geht's an Pismo Beach mit seinen wunderbaren Sanddünen, die man sehr schnell zwischen den Zähnen wiederfindet. Der Strand darf gegen ein Entgelt von wenigen Dollars mit dem Auto befahren werden (wir sind ja schließlich in Amerika). Dazu lassen wir uns aber dann doch nicht hinreißen. Dafür stiefeln wir die Dünen rauf und runter, holen uns jede Menge Sand in die Schuhe und genießen den steifen Wind und den vereinsamten Strand. Ein einziger Ami düst mit seinem Auto durch Wasser und Sand.
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Pismo Beach |
Als Nachtquartier ist San Luis Obispo auserkoren. Auch hier gibt es wieder eine Mission zu besichtigen. Ein wunderschöner Blumengarten gehört dazu. In ihm sitzen wir einige Zeit und versuchen, die bisherigen Eindrücke zu verarbeiten. Irgendwie meinen wir, wir seien aus Versehen nach Spanien gelangt. Die Häuser, die Gärten, die Namen. Dieses Städtchen kann nicht verleugnen, daß die ersten Siedler Nachfahren von spanischen Seeleuten waren. Wir waren beide noch nicht in Spanien, aber so stellen wir es uns dort zumindest vor.
Als wir am späten Nachmittag die Innenstadt erkundigen, bauen die doch glatt überall Stände und Grillroste auf. Sie sperren die Straßen ab und veranstalten einen gigantischen Jahrmarkts-Trubel: der donnerstägliche "Farmer's Market". Irgendwelche Gaukler, Clowns, Händler, Wahrsager, Schnellzeichner und Kitsch-Verkäufer gehören auch dazu. Mit einem halben Ochsen (in Form von Spareribs) geht's zurück zum Motel. Die Nachspeise bilden Erdbeeren - ebenso vom Bauernmarkt.
Der Anpfiff
Um 18.30 Uhr beginnt der Bauernmarkt. Vorher darf nichts verkauft werden. Das scheint hier die Vorschrift zu sein.
Das hindert aber niemanden daran, seine Ware bereits vorher zu ordern. Diese wird unter der Tischkante eingepackt und dort bereit gehalten. Wenn der Pfiff mit einer Trillerpfeife ertönt, der den Markt offiziell eröffnet, werden nur noch die vorbereiteten Tüten über den Stand gereicht.
Hier sehen wir - auch in Amerika gibt es anscheinend pingelige Ordnungsvorschriften!
| Wetter | ||
| Unterkunft | Best Western
Royal Oak 214 Madonna Road, San Luis Obispo, CA, 93405 |
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| Restaurants | Copenhagen Liquors 1645 Mission Drive, Solvang, CA, 93463 |
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| Route | Santa Barbara - US101 - SR154 - Los Olivos - Solvang - SR246 - US 01 - SR1 - SR246 - La Purisima Mission - SR246 - SR - Pismo Beach - SR1 - US101 - San Luis Obispo | |
| weitere Links | San Luis Obispo County | Seite über San Luis Obispo und Umgebung |
| Solvang, CA | Link-Verzeichnis über die "Dänische Hauptstadt" der USA | |
| California Missions | Virtuelle Tour durch die sehenswerten kalifornischen Missionen | |
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 14. Juli 2002